MVC Frühlingsausfahrt 2026 zur Aschinger Alm
Ausfahrt des MVC München e.V. – Ein Tag, der nachklingt
Schon am frühen Morgen lag ein verheißungsvoller Glanz über dem Parkplatz von IKEA Brunnthal. Die Sonne stand strahlend über dem Himmel, und die rund zwanzig Oldtimer des MVC München e.V. glänzten, als hätten sie sich heimlich abgesprochen, heute besonders gut auszusehen. Zwischen den vielen Mercedes-Benz Klassikern – Ponton, Heckflosse, W108, Adenauer,
R107 – mischten sich ein Jaguar, ein Borgward und ein DKW-Pritschenwagen von 1956, dessen knatternder Zweitaktklang sofort ein Lächeln auf die Gesichter zauberte.
Mit einem sanften Brummen setzte sich die Kolonne in Bewegung. Schon kurz nach dem Start überquerten die Fahrzeuge zum ersten Mal die Mangfall, deren Wasser im Morgenlicht glitzerte. Es war einer dieser Momente, in denen man spürt, dass ein Tag mehr bereithält als nur eine Strecke. Die Route führte weiter über kleine, idyllische Straßen, die sich durch eine Landschaft zogen, die an diesem Tag in voller Blüte stand. Obstbäume trugen weiße und rosafarbene Tupfer, Rapsfelder leuchteten wie gelbe Teppiche, und auf den Wiesen standen Kühe, die sich vom Oldtimerzug kaum beeindrucken ließen und gemütlich weitergrasten.
Der Tross glitt vorbei am Irschenberg, dessen Silhouette wie ein stiller Wächter über dem Alpenvorland stand. Kurz darauf tauchte die berühmte Wallfahrtskirche Wilparting St. Marinus und Anian auf – ein Motiv, das man sonst nur von Postkarten kennt. Die Oldtimer zogen in respektvollem Abstand vorbei, und für einen Moment schien die Zeit stillzustehen.
Wenig später überquerte die Gruppe erneut die Mangfall, diesmal begleitet vom warmen Licht der Vormittagssonne, das die Wasseroberfläche in ein flüssiges Silber verwandelte. Die Fahrt führte weiter Richtung Rosenheim und schließlich nach Oberaudorf, wo die Berge näher rückten und die Luft klarer wurde. Von dort ging es weiter nach Niederndorf – über die Grenze nach Österreich, wo sich die Gelegenheit bot, die Tanks der durstigen Klassiker zu günstigeren Preisen zu füllen. Ein kurzer Stopp, ein paar Scherze über „Grenzhandel wie früher“, und schon setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung.
Nun tauchten die ersten gelben Wanderschilder auf, die den Weg wiesen: zur Käserei, zum Alpengasthaus, zur Aschinger Alm. Die Straße wurde schmaler, die Landschaft alpiner, und hinter jeder Kurve öffnete sich ein neuer Blick auf das Kaisergebirge.
Doch kurz vor der Alm musste der DKW-Pritschenwagen kapitulieren. Ein hartnäckiger Wasserverlust zwang ihn zur Pause. Trotz aller Improvisationskunst der anwesenden Schrauber blieb nur die Entscheidung, ihn am Parkplatz zurückzulassen – ein kleiner Held des Tages, der später geborgen wurde. Die übrige Gruppe erreichte die Alm wie geplant und wurde mit einem grandiosen Blick auf den Zahmen Kaiser und die Chiemgauer Alpen belohnt. Die Oldtimer auf dem Parkplatz wirkten wie eine Zeitreise, die sich für einen Moment gesammelt hatte.
Bei herzhaftem Mittagessen, kühlen Getränken und lebhaften Gesprächen über Technik, vergangene Touren und kleine Pannen verging die Zeit wie im Flug. Die Sonne wärmte, die Berge standen klar am Horizont, und die Stimmung war so entspannt wie das leise Läuten der Kuhglocken in der Ferne.
Der Rückweg führte über Aschau und Frasdorf, vorbei an Höfen, Feldern und langen Nachmittagsschatten. Die Oldtimer glitten durch die Landschaft wie ein ruhiger, glänzender Faden, der die Eindrücke des Tages miteinander verband. Noch einmal überquerte die Gruppe die Mangfall, diesmal im goldenen Licht des späten Nachmittags – ein letzter Gruß des Wassers, das den Tag begleitet hatte.
In Weihenlinden wartete schließlich der überraschende Abschluss: das Tropenhaus Weihenlinden, ein Tropenhaus & Café, in dem exotische Genüsse vor alpiner Kulisse wachsen – Banane, Papaya, Ingwer. Wer hätte gedacht, dass man nach einem Tag voller Alpenblicke plötzlich unter echten Bananenstauden sitzen würde? Zwischen Palmenblättern, hausgemachtem Kuchen und duftendem Kaffee klang die Ausfahrt in einer Atmosphäre aus, die fast exotisch wirkte – ein Kontrast, der den Tag noch unvergesslicher machte.
Als die Teilnehmer sich verabschiedeten, war allen klar: Diese Ausfahrt wird bleiben. Wegen der Strecke, des Wetters, der Fahrzeuge – ja. Aber vor allem wegen der Mischung aus Gemeinschaft, Leidenschaft und diesen kleinen Momenten, die man nicht planen kann und die gerade deshalb so wertvoll sind.
Zum Schluss bleibt nur noch der Dank an Martin und Walter welche diesen wunderschönen Tag planten und organisierten
Um die Strecke nachzufahren oder nachzuvollziehen hier der Link zum Roadbook >>>>
Kleines Video vom Start der Ausfahrt >>>>>>


































































































































































